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Mit Deinem Hund fit und gesund durch den Winter - Hundetrainerin Melanie Roth berichtet | DOG-WORK-LIFE-BALANCE | Tierheim Rottweil

Warum weniger oft mehr ist – und gemeinsame Ruhe genauso wichtig wie Bewegung

 

Während viele von uns langsam und sehnsüchtig auf den Frühling warten, bäumt sich der Winter gerade noch einmal richtig auf: eisige Temperaturen, Schnee, nasse Kälte. Für Dich und Deinen Hund bedeutet das, den Alltag ein wenig anzupassen – denn auch Hunde spüren den Winter mehr, als man auf den ersten Blick oft denkt.

 

 


 

Lieber mehrere kurze Spaziergänge

Was im Sommer wunderbar funktioniert, kann im Winter schnell zu viel werden. Lange Spaziergänge bei Kälte erhöhen das Risiko von Unterkühlung – besonders bei kurzhaarigen Hunden, älteren Vierbeinern oder Hunden mit wenig Unterwolle. Besser sind mehrere kürzere Runden, bei denen Dein Hund in Bewegung bleibt, ohne auszukühlen. Auch Blasenentzündungen sind im Winter ein Thema – und das nicht nur bei uns Menschen. Kälte, Nässe und langes Sitzen oder Liegen auf kaltem Untergrund können das Risiko erhöhen. Achte deshalb darauf, dass Dein Hund nicht auskühlt und nach dem Spaziergang gut abgetrocknet wird.

 

Der Hundemantel – sinnvoller Schutz, kein Modetrend

Ein gut sitzender Mantel ist für viele Hunde mehr als empfehlenswert. Gerade kurzhaarige Rassen, kleine Hunde oder Senioren profitieren davon, ihre Körperwärme besser halten zu können. Ein funktionaler Mantel schützt vor Kälte und Wind – und sorgt dafür, dass Dein Hund draußen entspannter unterwegs ist und sich danach schneller wieder aufwärmt. 

 

Bewegung ja – aber bitte mit Maß und Ziel

Als Hundetrainerin erlebe ich oft, dass gerade engagierte Hundehalter im Winter versuchen, das reduzierte Tageslicht mit besonders viel Aktivität auszugleichen. Bewegung ist wichtig – aber im Winter darf es auch mal ruhiger werden.

Gemeinsame Spaziergänge ohne Leistungsdruck, bewusste Pausen, langsames Gehen und einfaches Dasein im Hier und Jetzt sind ebenso wertvoll für Euch beide. Auch die Natur zieht sich zurück, viele Tiere halten Winterschlaf, um im Frühling wieder voller Energie zu starten. Warum also nicht auch Dir und Deinem Hund ab und an eine etwas Ruhe und eine Auszeit gönnen?

 

Pfotenpflege: Streusalz ernst nehmen

Streusalz und Enteisungsmittel sind im Winter leider allgegenwärtig – und für Hundepfoten alles andere als harmlos. Sie können die Ballen austrocknen, reizen und schmerzhaft einreißen lassen. Wenn Dein Hund sich das Salz von den Pfoten schleckt, kann es zudem zu Magen-Darm-Problemen oder sogar Vergiftungserscheinungen kommen.

 

Meine Tipps:

  • Wenn möglich, stark gesalzene Wege meiden oder geeignete Booties verwenden
  • Nach jedem Spaziergang die Pfoten mit handwarmem Wasser abwaschen, auch zwischen den Ballen
  • Gründlich abtrocknen
  • Einen hochwertigen, unparfümierten Pfotenbalsam ohne chemische Zusätze nur bei rissigen Pfoten anwenden

Wichtig: Weniger ist hier oft mehr. Zu viel Pflege kann die natürliche Schutzfunktion der Ballen stören und Deinem Hund eher schaden als helfen.

 

Achtung: Frostschutzmittel

Ein oft unterschätztes Risiko im Winter ist Frostschutzmittel. Durch seinen süßlichen Geschmack ist es für Hunde besonders verlockend – dabei reichen bereits kleine Mengen aus, um zu schwerwiegenden Vergiftungen zu führen. Bitte bewahre Frostschutzmittel immer hundesicher auf und achte draußen auf Pfützen oder verschüttete Flüssigkeiten.

 

 

Mein Fazit:

Der Winter fordert uns heraus – bietet aber auch die Chance, bewusster mit unseren Hunden umzugehen. Mit angepasster Bewegung, sinnvoller Ausrüstung, guter Pflege und achtsamen Pausen kommt Ihr gesund, entspannt und als Team durch die kalte Jahreszeit.

 

 

 

Herzlich, Deine Melanie

 

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